Krebsfrüherkennung

Jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchungen beim Mann (ab 45. Lebensjahr)

Vorsorgeprogramm der gesetzlichen Krankenkassen

  • Die vorgeschriebenen Untersuchungen umfassen lediglich das Abtasten des Mastdarms und der Vorsteherdrüse mit dem Finger, die Beurteilung der Haut nach auffälligen Veränderungen sowie die Untersuchung des Hodens und Nebenhodens, außerdem ist eine Untersuchung des Stuhls auf eventuell darin enthaltenes verstecktes Blut (Hämocculttest) ab dem 50. Lebensjahr vorgesehen.

Erweiterte Krebsfrüherkennungsuntersuchung

Neben oben genannten Untersuchungen, die nur eine Basisdiagnostik darstellen, sind aus urologischer Sicht für eine umfassende und sinnvolle Krebsfrüherkennungsuntersuchung noch folgende diagnostische Maßnahmen zu empfehlen:

  • Bestimmung des Prostata-Spezifischen-Antigens (PSA-Wert) zur Früherkennung des Prostatakrebses, dadurch Feststellung der Notwendigkeit einer Gewebeprobe aus der Prostata (PSA- Erstbestimmung bereits ab dem 40. Lebensjahr empfohlen, derzeit aktuell in Deutschland etwa 60000 Neuerkrankungen an Prostatakrebs / Jahr mit etwa 12000 Todesfällen/Jahr)

  • Ultraschalluntersuchung der Prostata vom After aus, sog. transrektaler Ultraschall (TRUS), (sehr genaue Untersuchung des Organs hinsichtlich geweblicher oder entzündlicher Erkrankungen, exakte Größenbestimmung, Beurteilung der Samenblasen). in Verbindung mit der oben beschriebenen PSA- Bestimmung eine gute Aussagemöglichkeit hinsichtlich des Prostatakrebsrisikos

  • Ultraschalluntersuchung der Nieren

  • Untersuchung des Urins auf Zucker, Eiweiß, Blut, Bakterien und Salze

  • Untersuchung des Urins auf Tumorzellen (Urinzytologie)

  • HB-HP Test: immunologischer Nachweis von Blut im Stuhl, verursacht zum Beispiel durch blutende Darmpolypen oder Darmkrebs, Test unabhängig von der Ernährung, das Blut im Stuhl wird nur verlangsamt durch die Komplexbildung mit Haptoglobin (HP) abgebaut und läßt sich dadurch länger nachweisen, im Vergleich mit dem “Plättchentest” der gesetzlichen Krankenkassen deutlich verbesserte Sensitivität für die Erkennung von Darmkrebs und (gutartigen) Darmpolypen, die aber oft Vorstufen einer Darmkrebsentstehung darstellen.  Bei positiven HB/ HP- Test empfehle ich eine Koloskopie!

  • NMP-22 Test im Urin ( Untersuchung des Urins auf Proteine, die mit einer sehr hohen Spezifität nur von Harnblasenkrebszellen, Harnleiter- und Nierenbeckenkrebszellen, auch schon bei geringen Bösartigkeit, gebildet werden). Dieser Test eignet sich auch sehr gut zur Blasenkrebsfrüherkennung bei Existenz von Risikofaktoren (u.a. familiäre Belastung, Raucher, häufiger Umgang mit bestimmten Chemikalien, auch schon viele Jahre zurückliegend).

Bitte beachten Sie, dass diese zusätzlichen Untersuchungen im Rahmen der erweiterten Krebsfrüherkennungsuntersuchung nicht Bestandteil eines Prophylaxeprogramms der gesetzlichen Krankenkasse sind, demzufolge sind diese Leistungen nicht über ihre Krankenkasse abrechenbar, müssen also privat bezahlt werden im Rahmen der Gebührenordnung Ärzte (GOÄ).

Sollten Sie Interesse an obigen Angeboten haben, sprechen Sie mich bitte daraufhin an.